Firmenname, Adresse und Steuernummer existieren bereits im tschechischen öffentlichen Register ARES. Wir zeigen, wie Sie sie automatisch ausfüllen lassen, statt sie bei jedem neuen Kontakt von Hand abzutippen.
Fast jedes tschechische Unternehmen trägt für neue Kunden oder Lieferanten mindestens einmal dieselben drei Felder von Hand ein: Firmenname, Firmensitz und Steuernummer. Dabei existieren diese Daten bereits - im öffentlichen Register ARES, das vom tschechischen Finanzministerium geführt wird. Es genügt, die Firmen-ID zu kennen, und das System kann den Rest selbst nachschlagen, ganz ohne manuelles Abtippen.
Was ARES ist und was seine API zurückgibt
ARES (Verwaltungsregister der Wirtschaftssubjekte) ist ein öffentliches Register, das grundlegende Angaben zu in Tschechien registrierten Unternehmen und Unternehmern sammelt - Name, Firmensitz, Rechtsform, Steuernummer und Status des Subjekts. Das Finanzministerium bietet dafür eine frei zugängliche REST-API an, die per Firmen-ID abgefragt werden kann, ohne Anmeldung oder kostenpflichtigen Schlüssel.
Praktisch bedeutet das: Sobald Sie eine Firmen-ID haben, erhalten Sie mit einer einzigen HTTP-Anfrage den offiziellen Firmennamen, die Adresse des Firmensitzes und die Steuernummer zurück, genau so, wie sie im öffentlichen Register geführt werden.
Wo sich das automatisieren lässt
In No-Code-Automatisierungen wie in Apexloop wird diese Abfrage aus Standard-Bausteinen zusammengesetzt - kein eigener Code, nur drei Schritte hintereinander:
- Auslöser - ein neuer Datensatz mit ausgefüllter Firmen-ID (etwa aus einem Formular oder einem manuell hinzugefügten Kontakt).
- HTTP-Knoten - ruft die öffentliche ARES-API mit der Firmen-ID aus dem vorherigen Schritt auf.
- Datensatz-Aktualisierung - das Ergebnis aus der Antwort (Name, Adresse, Steuernummer) wird zurück in die Felder des Datensatzes geschrieben.
Der Datensatz hat bisher nur die Firmen-ID
Ein Auslöser für einen neuen Datensatz ruft über einen HTTP-Knoten die öffentliche ARES-API auf, und das Ergebnis füllt automatisch den Rest der Angaben aus - ohne ein einziges manuelles Abtippen.
Der gesamte Ablauf folgt demselben allgemeinen Muster, das auch anderswo verwendet wird - ein Webhook oder ein HTTP-Knoten ruft einen externen Dienst auf, und eine Bedingung entscheidet, was als Nächstes passiert. Beim ARES-Abgleich lohnt es sich zusätzlich, einen weiteren Schritt einzubauen: Wird kein Subjekt gefunden (etwa wegen einer falsch eingegebenen Firmen-ID), kann die Automatisierung statt stillschweigend zu scheitern direkt die Person benachrichtigen, die den Datensatz angelegt hat.
Was sich damit alles sparen lässt
- Erfassung eines neuen Kontakts oder Kunden - die Firmen-ID genügt, den Rest von Adresse und Rechnungsangaben ergänzt die Automatisierung.
- Prüfung vor der Rechnungsstellung - Abgleich, ob die Rechnungsangaben im Datensatz dem aktuellen Stand im Register entsprechen.
- Massenhafte Ergänzung alter Datensätze - bei einer Kontaktdatenbank ohne Adressen kann eine Automatisierung alle Datensätze mit Firmen-ID durchgehen und die fehlenden Felder auf einmal ergänzen.
Keine dieser Situationen braucht einen speziellen „ARES-Konnektor" - ein allgemeiner HTTP-Knoten, den heutige No-Code-Automatisierungen meist mitbringen, reicht aus, dazu drei Minuten, um den Flow zusammenzusetzen.
Worauf Sie achten sollten
Die öffentliche ARES-API erfordert keine Authentifizierung, hat aber angemessene Grenzen für die Anzahl der Anfragen - für den normalen geschäftlichen Gebrauch (Dutzende bis Hunderte neue Datensätze pro Tag) reicht das reichlich, für das massenhafte Abfragen Tausender Datensätze auf einmal lohnt es sich, die Anfragen zeitlich zu verteilen. Die Daten im Register spiegeln außerdem den offiziellen Stand mit einer gewissen Verzögerung nach der Eintragung wider, sodass bei frisch gegründeten Firmen gelegentlich der Fall eintritt, dass ein Datensatz noch nicht auffindbar ist - deshalb lohnt es sich, in der Automatisierung auch den Fall „Subjekt nicht gefunden" zu behandeln.
Den gesamten Ablauf - von der eingehenden Anfrage über die Registerabfrage bis zum Auftrag, der auf Freigabe wartet - beschreibt Die KI liest die E-Mail und legt den Auftrag an.
Häufige Fragen zur Automatisierung mit ARES
Brauche ich einen Schlüssel oder eine Registrierung, um die ARES-API aufzurufen?
Nein. Die öffentliche ARES-REST-API ist ohne Anmeldung und ohne API-Schlüssel zugänglich - es genügt, die Firmen-ID des Subjekts zu kennen, nach dem Sie suchen.
Lässt sich so auch die Steuernummer ergänzen, nicht nur die Adresse?
Ja, die Antwort von ARES enthält auch die Steuernummer, sofern das Subjekt umsatzsteuerpflichtig und im Register erfasst ist. Die Automatisierung kann sie im selben Schritt wie Name und Adresse eintragen.
Was passiert, wenn die Automatisierung eine ungültige oder nicht existierende Firmen-ID erhält?
Ein gut gebauter Flow sollte diesen Fall mit einer Bedingung abfangen - findet ARES kein passendes Subjekt, kann die Automatisierung die Person, die den Datensatz angelegt hat, benachrichtigen, die Firmen-ID von Hand zu prüfen, statt stillschweigend zu scheitern.